F(l)ight mit Anja in der Sportstadt Düsseldorf

– Behind the scenes –
Ein Shootingtag muss selbstverständlich gut geplant sein. Ich überlasse da nichts dem Zufall. Ein vernünftiger Timetable gehört genauso dazu, wie die richtigen Outfits.

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Der Flight und Fight mit Anja beginnt jetzt:

Perfect Eagle Ausgabe #2 Golf and other sports

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Das Gute liegt so nah!
„Golf und andere Sportarten“, das ist genau mein Ding, dachte ich, als ich das Thema der neuen Ausgabe erfuhr. Als sportbegeisterte Frau wird das doch eine Leichtigkeit sein, einen tollen Bericht zu zaubern. Wellenreiten auf Hawaii, Segeln auf einem exotischen Ozean, Paragliding in den Bergen, ich hatte riesen Ideen. Sonntag Nachmittag saß ich nach einer entspannten Runde Golf auf der Clubterrasse und sah an mir eine Frau vorbei gehen mit der Aufschrift „Ice Hockey meets Golf“ auf Ihrem Poloshirt. image
Mein Köpfchen ratterte plötzlich so laut, dass es sogar dem Herrn gegenüber auffiel. Die Story lag quasi zu meinen Füßen und ich merkte es erst jetzt „Anja, Du befindest Dich in Düsseldorf, Geburtsstadt von Martin Kaymer, der Metropole, die Lifestyle, Fashion und Sport ganz groß schreibt.“ Ob Golf, Eishockey, Fußball, Tischtennis oder Basketball, die Stadt hat hochkarätigen Sport zu bieten. Ich wusste sofort was zu tun ist und setzte innerhalb von 48 Stunden alle Hebel in Bewegung für den „F(l)ight mit Anja in der Sportstadt Düsseldorf“.

Anjas heutiger Fight
1. Es wird in 3 Runden gegeneinander angetreten
1. Es wird an 2 verschiedenen Orten gespielt
2. Jeder hat nur 1 Versuch pro Runde
3. Es wird 1 vs. 1 gespielt
4. Wer zuerst 2 Punkte erzielt gewinnt
Mein heutiger F(l)ightpartner
Darf ich vorstellen Thomas Brdaric!image
Warum ich ausgerechnet mit ihm die Challenge aufnehme?
Tommy ist ein cooler Typ mit Stil, ehemaliger Fußball-Nationalspieler und heute Trainer. Sein Herz schlägt für Düsseldorf und er haut dazu ganz ordentlich vor den Golfball. Für die Frauen unter uns – Männer jetzt bitte weghören – sieht er auch noch verdammt gut aus!
Ob er heute gewinnen wird? Mmmmh, es wird eng, aber er muss erst einmal an mir vorbei!

Der Flight
Als traditionelle Hochburg Japans in Europa gibt es in der Landeshauptstadt Düsseldorf selbstverständlich einen Golfclub, der von einem japanischen Architekten erbaut wurde und so seinen Namen „KOSAIDO“ erhielt. Der private Club in deutschem Familienbesitz besticht mit seiner spektakulären Topographie und edlem Design. image
Morgens 10 Uhr, Sonnenschein, Verdeck auf, Sonnenbrille an, guter Sound im Radio … so kann ein Tag beginnen! Ich parkte am Clubhaus und wartete auf Tommy.
Schnell umgezogen konnte es schon losgehen. Und wo könnte eine Runde Golf besser beginnen als am höchsten Geländepunkt Düsseldorfs?! Genau da befindet sich unser erster Abschlag. Oder wie ein guter Freund von mir immer sagt, „Anja, weißt Du eigentlich warum das der schönste Abschlag von ganz Düsseldorf ist? … Weil man von hieraus den Kölner Dom sehen kann!“ Wie man schon erahnt, ist die Rivalität der beiden benachbarten Städte am Rhein tief in ihrer Geschichte verankert und die Palette an Witzen groß.
Aber damit genug. Jetzt wurde es bitterer Ernst. Die Regeln des Tages wurden festgelegt. Ein entspanntes Ründchen Golf und 3 Fights im Anschluss. Das Ganze mit einem Handschlag besiegelt, so konnte es losgehen.

imageAuf der Runde erzählte mir Tommy, dass er das erste Mal vor ca. 20 Jahren einen Golfschläger in der Hand hielt. Als damaliger Bundesligaspieler bei Fortuna Düsseldorf faszinierte ihn der Golfsport und er sieht es bis heute noch als Herausforderung, sich seinem Handicap zu stellen und verbessern zu wollen. Ihn faszinieren spektakuläre Golfplätze und wenn er sich einen Platz wünschen könnte, den er sofort spielen könnte, dann seinen Lieblingsplatz Tiburon Golf in Naples Florida. Zu seiner grundsätzlichen Einstellung zum Thema Golf und Düsseldorf sagte er „Düsseldorf ist eine sehr innovative und moderne Stadt. Der Sport steht durch Eishockey und Fußball im Fokus, aber auch in anderen Randsportarten wird strukturiert gearbeitet, nur das Medieninteresse ist grundsätzlich nicht so hoch. Es müssen einfach mehr Stars wie Martin Kaymer vertreten sein, damit das Interesse an der Sportart geweckt wird.“ Wir genossen die Runde und einige passable Schläge konnten an diesem Tag auch verbucht werden. Wer kennt es nicht, diesen einen Schlag der auf der Runde richtig gut gelingt und über den man auch noch nach der Runde spricht. Bei mir war es heute ein Schlag aus dem Bunker direkt an die Fahne. image
Zum Abschluss ließ ich es mir nicht nehmen nach der kuriosesten Geschichte zu fragen, die Tommy beim Golfen erlebt hat. Als er die Geschichte erzählte, sah ich das Dilemma vor meinen Augen. Der Horror jedes Golfers. Du stehst an deinem Ball vor deinem Wasserhindernis, überlegst welches Wedge Du nimmst, um die kurz gesteckte Fahne hinterm Wasser am besten anzuspielen. Und in dem Moment, wo Du nach dem Schläger greifen willst, macht sich Dein E-Caddy selbstständig und Du siehst, während Du hinterherhechtest, in Zeitlupe wie Dein Caddy samt Ausrüstung ins Wasser fährt.

Da gibt es nur noch eine Alternative … Loch 19!

Fashionhighlight der Golfrunde
Meine neueste Modesünde, die ich mir als Fashion-Victim gegönnt habe, sind die FootJoy MyJoys. Den eigenen Schuh zu kreieren, das macht schon verdammt viel Spaß und ist immer ein absolutes Highlight auf der Runde. image
Der Fight
Eishockey vs. Golf
Bei meinem letzten Schlag ins Grün sah ich in der Ferne schon eine Gestalt am Horizont des benachbarten Abschlages stehen. Komisch, dachte ich, das sieht aber nicht nach einem Golfer aus. Als wir näher kamen wusste ich sofort, wer es war und ein Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit. Es war kein geringerer als Niki Mondt, aktueller Eishockey-Star der Düsseldorfer EG. Ein Anblick für die Götter … Niki stand in kompletter Eishockeymontur am Abschlag und wartete auf uns.

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Die erste Challenge war ein Chipcontest mit einem Eishockeyschläger. Tipps und Tricks gab es vom Meister persönlich.
Mit ihm als Schiedsrichter konnte gar nichts schief gehen, dachte ich. Weit gefehlt! Ich stellte mich „selten dämlich“ an und verlor prompt die erste Runde gegen Tommy. „Oh oh Anja, 1:0 für mich, jetzt musst Du aber Gas geben“ hörte ich nur und sah Tommy‘s verschmitztes Lächeln.

 

Fussball vs. Golf

Jetzt erst recht, dachte ich mir, als wir vor dem Eingang der Esprit-Arena standen. Ich öffnete die schwere Tür zum Außenbereich und das Funkeln in meinen Augen war unübersehbar. Als wir in das Stadion einliefen, erstrahlte dieses in der prallen Sonne. Wie wird sich Tommy wohl gefühlt haben, als er hier vor tausenden jubelnden Menschen eingelaufen ist? Er verriet mir, dass dieses unbeschreibliche Gefühl auch nach Jahren noch immer in ihm aufflammt. Ein Blick nach oben in diesen blauen Himmel reichte, um mit vollem Selbstvertrauen zu sagen: „Tommy, der Sieg ist mein!“

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Die zweite Disziplin war ein kleiner Puttwettbewerb. Putten, das ist meine absolute Stärke. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn ich das nicht gewinne. Gesagt getan … es dauerte ganze 5 Minuten und Tommy war Schachmatt.

Die Entscheidung
Es stand 1:1, Alles war offen und ich spürte die kleine Anspannung, die in der Luft lag. Wir zwei Sportlerherzen, da will jeder gewinnen.flightmitanja_perfect_eagle_Anja_katharina_Baudeck
Die Königsdisziplin stand vor der Tür. Longest Drive Contest über das Fussballfeld. Betreten war hier selbstverständlich verboten. Fußballfeld = Fairway. Jeder Schlag links oder rechts vom Feld bedeutet raus aus der Wertung. Es gab nur einen Versuch, einmal durchatmen und los. Ich holte aus und der Ball landete sicher innerhalb des Fairways. Ich schaute Tommy an, der sich grad vorbereitete. Er holte aus und der Ball startete rechts, oh zittern … ich wusste genau, das der Ball wesentlich länger fliegen würde als meiner. Mein Blick war fixiert auf den Ball, als ob ich diesen hypnotisieren würde, ins Aus zu fliegen – „Das wird eine enge Kiste“. Der Ball landete … -eine Schlägerlänge im Aus – durchatmen war angesagt. 2:1 für Anja … juhu, gewonnen!

Siegerehrung – hoch hinaus

Tour de France
Wie es sich für einen Wettkampf gehört, muss der Sieger – Ich *grins* – natürlich standesgemäß geehrt werden. Welcher Ort konnte dafür besser geeignet sein, als das höchste Bauwerk der Stadt?! Der Rheinturm ist ein Fernsehturm in Düsseldorf und mit 240,50 Metern der zehnthöchste Fernsehturm in Deutschland. Damit nicht genug! Auf der unteren, vollständig durch Gitter gesicherten Freiluftplattform auf 166 Metern Höhe erwartete uns eine Überraschung. Rennradprofi Sven Teutenberg, der maßgeblich an der Organisation der Tour de France 2017, die in Düsseldorf stattfindet, beteiligt ist, nahm die Siegerehrung des heutigen Tages persönlich vor.
Zum krönenden Abschluss stülpte er mir das gelbe Trikot über. War das ein tolles Gefühl!
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Wenn ich an den Tag in der Sportstadt Düsseldorf zurückdenke, wird mir sofort ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Ich bin gespannt was mich beim nächsten Mal erwartet, wenn es wieder heißt F(l)ight mit Anja.

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Fotos by Johannes Neumann und Uwe Erensmann